Olga Golos

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Biography / Biographie

Seit 2017 als freischaffende Künstlerin tätig.Mitgliedschaft bei der Royal Society of Sculptors London, Kunstverein Landshut und GEDOK München.

2017 Diplom Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München
2011–2017 Studium der Bildhauerei, Klasse Prof. Stephan Huber, Akademie der Bildenden Künste München
2009 Institute of Design, Lahti University of Applied Sciences, Finnland
2004 – 2010 Staatliche A.L. Stieglitz Kunst- und Designakademie St. Petersburg, Russland

Ausstellungen (Auswahl):

2022 Galerie J.J. Heckenhauer, München, planquadrat. Einzelausstellung der Serien „Missing“ und „Polis“.
2021 – NordArt, Carlshütte, Büdelsdorf
2021 – Tacker, Galerie der Künstler, München
2020 – Olga Golos – Polygon, Galerie Centercourt Super+, München
2020 – Olga Golos – Flash Points, Erzabtei St. Ottilien, Eresing
2019 – In the year of the golden pig, Villa Waldberta, Feldafing
2019 – Welcome, galerieGEDOKmuc, München
2018 – Olga Golos – fluky flora, Gwangju Museum of Art, Gwangju, Korea,
2018 – Olga Golos – linear, galerieGEDOKmuc, München
2017 – Boxenstop I, Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne
2017 – Arkadenale. go to paradise, Kunstarkaden, München

Auszeichnungen (Auswahl):

2021 – Gilbert Bayes Award, Royal Society of Sculptors, London, England
2020 – Stipendium der Alexander-Tutsek Stiftung / Pilchuck Glass School Seattle, USA –
 Realisierung in 2022
2020 – Stipendium Glass Works, Frauenau, Deutschland
2020 – Stipendium der Alexander-Tutsek Stiftung / Pilchuck Glass School Seattle, USA
2019 – Artist-in-residence, Kulturkollektiv Goetheschule, Lauscha, Deutschland
2019 – Artist-in-residence, VCCA, Virginia, USA (international exchange program of Oberpfälzer Künstlerhaus)
2019 – Artist-in-residence, CAG Holding, Marktl in Traisenthal, Österreich
2018 – Artist-in-residence, Gwangju Museum of Art, Gwangju, Südkorea
2018 – GEDOK Debütantenpreis, München
2018 – Katalogförderung: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
2018 – Katalogförderung: LFA Förderbank Bayern

Publikationen:

2020 Olga Golos, Flash Points, hg. EOS Verlag, St. Ottilien, Eresing
2019 Ausst. Kat.: In the year of the golden pig, Gruppenausstellung der Stipendiaten des Münchener “Artist-inResidence” Programms München/Gwangju, hg. Sophie-Charlotte Bombeck
2018 Olga Golos, Works 2015-2018, hg. Olga Golos
2017 Ausst. Kat.: BOXENSTOP I, hg. Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne in Kooperation mit den Druckgraphischen Werkstätten der Akademie der Bildenden Künste München
2017 Ausst. Kat.: Arkadenale. go to paradise, hg. Kunstarkaden, München
2016 Ausst. Kat.: Notel Prinzregent, hg. Akademie der Bildenden Künste München


Beschreibung:

Olga Golos ist eine konzeptionelle bildende Künstlerin, die sich vor allem auf Serien von Skulpturen und Installationen konzentriert, die oft auf Grenz- und Übergangserfahrungen, einschließlich der Grenze zwischen menschengeformter und natürlicher Landschaft. Olga interessiert sich für die Frage, was Persönlichkeit ausmacht – wie eine Person gleichzeitig ein Individuum und Teil eines Kollektivs sein kann. Ihre Arbeiten sind eine Studie über Modularität und die Beziehungen, die eine wiederholte Form schaffen kann. Für sie sind die Materialien trügerisch. Glas tarnt sich als Keramik, Metall stellt sich vor, Papier zu sein, und Gips wird, was immer er sein will. Ihr Interesse an Materialien beschränkt sich nicht auf deren ästhetische Qualitäten, sondern zeigt sich auch in der Erforschung von Arbeitsmethoden und historischen Prägung. Das ist auch der Grund, warum sie, wenn es um Themen wie Sensibilität oder Verletzlichkeit geht, oft schwere Materialien wie Stahl verwendet, deren Bearbeitung körperlich anstrengende Prozesse erfordert.


Um einen Zugang zur neuen Serie „Missing“ von Olga Golos zu finden, ist es nötig die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der letzten zwei Jahre Revue passieren zu lassen. Für 2020 hatte die Künstlerin ein Stipendium der Alexander-Tutsek Stiftung an der Pilchuck Glass School in Seattle / USAsowie andere Reisestipendien erhalten, die für die künstlerische Arbeit von immanenter Bedeutung sind. Die Reisevorbereitungen waren abgeschlossen, doch durch die Pandemie wurden die Aufenthalte mehrmals verschoben worden. Diesen Schwebezustand thematisieren die Wandobjekte aus hochverdichteten Faserplatten, die mit einem CNC-Maschine graviert wurden und allesamt Unikate sind. In ihrer Anmutung ähneln sie den Ausschnitten aus einer Wetterkarte oder Flugrouten, sind jedoch fiktiv und stellen eine Schnittstelle zwischen reellen und ausgedachten Orten dar, die sich während der Pandemie in der Vorstellung der Künstlerin zu Bildern verdichtet haben. In diesem Werk verbindet Olga Golos naturwissenschaftlich-technische Daten mit den gesellschaftlichen und psychotischen Fragestellungen, die sie seit zwei Jahren begleiten.

Die Skulpturen aus der Serie „Polis“ entstanden ebenfalls im Zeitraum 2021-22 und sind aus beschichtetem Stahl gefertigt. Das Wort „Polis“ bedeutet im Griechischen “der städtische Siedlungskern” – unabhängig und autark – und verbindet die Gleichheit aller Bürger. Stellvertretend hierfür sind die Objekte aus quadratischen Metallblättern. Olga Golos hebt die Stücke aus der Uniformität in die Individualität, indem sie dem Metall durch Faltung eine weitere Dimension und Charakter verleiht.




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