AUTO – DIALOG zwischen Fotografie und Malerei
Joachim Brohm (Jg. 1955) reiste 1983/84 nach seinem Studium in Essen (visuelle Kommunikation und Fotografie) mit einem Fulbright Stipendium in die USA. An der Ohio State University absolvierte er unter Allan Sekula seinen Master of Fine Arts, in dieser Zeit entstand seine Serie „Ohio 1983/84“ in Farbe! Die Farbfotografie war trotz des Durchbruchs von William Eggleston im Jahr 1976 noch nicht durchgehend etabliert. Brohm wagte einen weiteren Bruch, er fotografierte banale, profane Motive, den US-amerikanischen Alltags. „Dies und die Verwendung der Farbfotografie machten die ‚Ohio‘-Serie zu einem bedeutenden Experiment auf der Suche nach einer neuen Bildsprache.“ (Thomas Weski, ehemals Chefkurator am Haus der Kunst, München und Herausgeber des Buches (STEIDL, 2009)).