Mit ähnlichen geographischen Gegensätzen war Nikita Senkevych (Jg. 2002) konfrontiert, der 2022 aus der Ukraine mit einem Koffer, Ideen und ohne ein Wort Deutsch nach München ausreisen konnte und sich mit viel Glück an der Akademie der Bildenden Künste, München einen Studienplatz sichern konnte. Er sieht sich als Beobachter in der Welt. Wie auch bei Joachim Brohm sind Autos bei ihm bildbestimmend. Aber das Innen-Leben. Das „dash-board“, Armaturenbrett, ist teils im Mittelpunkt. Es entstehen farbige Gemälde auf Leinwand, bei denen er sich intensiv mit deren Oberflächen auseinandersetzt. „Ich nenne das ‚Oberflächenfetischismus‘“, erklärt er. „Ich erforsche sie ganz mathematisch und ich baue meine Bilder anschließend auch ganz mathematisch auf.“
Während bei Joachim Brohm mehr das Auto im Alltag gezeigt wird, sehen wir bei Nikita Senkevych Fahrzeuge, die als Symbol des Begehrens, aber auch als Orte von Freiraum, Freiheit, Luxus und edlen Farben stehen.